Die Arnsteiner Patres

 

Die Arnsteiner Patres sind Teil eines katholischen Ordens, also einer großen Gemeinschaft von Mönchen und Nonnen. Ganz genau heißen sie vollständig "Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens und der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes". Abgekürzt werden sie offiziell (lateinisch) "SSCC" (="sacrorum cordium", auf deutsch: "den Heiligsten Herzen").
Der Orden wurde 1800 in Frankreich gegründet und hat 1919 seine erste deutsche Zweigstelle im Kloster Arnstein eröffnet, daher kommt auch der Name "Arnsteiner Patres".

Der Orden ist aufgeteilt in einen Männer- einen Frauen- und einen weltlichen Teil. In diesem weltlichen Teil arbeiten Laien, also Menschen, die nicht ihr Gelübde als Mönche oder Nonnen abgelegt haben, um dem Orden und seinen Zielen zu helfen. Ein Zitat von der Homepage des Ordens zeigt, was diese Ziele sind:

 "Wir versuchen, am Aufbau von Gemeinschaft in der Welt mitzuwirken. In Solidarität mit den Armen arbeiten wir für eine gerechte und versöhnte Gesellschaft. Wir sind offen und verfügbar für die Nöte der Kirche und sind bereit, unseren apostolischen Dienst dort auszuüben, wohin wir gesandt werden."

Heute leben die etwa 600 Nonnen und 800 Mönche in 35 Ländern der Welt. In Europa kümmern sie sich beispielsweise um Jugendliche, Soldaten und Kranke und betreuen sie in Lebens- und Glaubensproblemen. In anderen Gebieten der Welt leisten sie zum Beispiel Entwicklungshilfe (sie helfen armen Menschen, sich eine Existenz aufzubauen) und sind missionarisch tätig, versuchen also, den Leuten den Glauben an Gott näher zu bringen.

Diese und viele weitere Informationen zu den Arnsteiner Patres findet ihr auf deren Homepage.


Pater Damian

Das bekannteste Mitglied des Ordens ist vermutlich Pater Damian De Veuster, der 1840 in Belgien geboren wurde und oft nur "Pater Damian" genannt wird. Nachdem er schon früh den Wunsch hatte, den Menschen von seinem Glauben zu erzählen sind sie dafür zu begeistern, trat er 1860 dem Orden bei und wurde drei Jahre später auf die Inseln des heutigen Hawaii geschickt.

Der für seine Stärke und seinen Fleiss bekannte Pater Damian baute dort anfangs eine Reihe von Kapellen mit bloßen Händen. 1873 wurde er auf seine eigene Bitte hin auf die Insel Moloka'i versetzt, auf welche zu dieser Zeit die Leprakranken der hawaiianischen Inseln gebracht wurden. Die Lepra ist eine sehr schlimme und ansteckende Krankheit. Wer sie hatte, musste oft unter sehr schweren Bedingungen leben und galt als ausgestoßen - niemand wollte mit den Leprakranken in Kontakt kommen, weil man sich leicht anstecken konnte. Pater Damian machte das nichts aus und er hatte keine Angst, die Schwerkranken zu berühren. Er half ihnen, ein erträgliches Leben aufzubauen und legte mit ihnen Gärten, Hütten und eine Kirche an und kümmerte sich um die, die schon zu krank waren, um sich selbst zu versorgen.

Im Jahre 1884 wurde die furchtbare Krankheit auch bei Pater Damian festgestellt. Nach und nach verschlechterte sich sein Zustand immer weiter, doch er arbeitete weiterhin, so gut er konnte. 1889 schließlich starb Pater Damian, der durch sein furchtloses Engagement als "Apostel der Aussätzigen" weltweit bekannt geworden war. Im Jahre 1995 wurde er von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen und am 11. Oktober 2009 schließlich von Papst Benedikt XVI. heilig gesprochen, da er ein leuchtendes Vorbild für die Christen war und für seinen Glauben und seine Werte alles gegeben hat.

Weitere Informationen über das Pater Damian erhalten gibt es auch auf der Homepage der Arnsteiner Patres.

 

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